Stadtgefühl
So fühlt sich Tasarte an
In Tasarte bestimmt die friedliche Stille eines unberührten Gebirgstales den gemächlichen Takt des Tages. Das leise Rascheln der Palmenwedel und das Rauschen des Windes in den Mangobäumen begleiten die Wanderer. Aus den Küchen der Fincas weht der köstliche Duft von reifen Südfrüchten und frisch gebratenem Fisch herüber. Bauern pflegen mit stoischer Ruhe ihre kleinen Terrassenfelder und grüßen Besucher freundlich beim Vorbeigehen. Massentourismus oder Verkehrslärm fehlen in dem weiten Talbecken vollkommen. Am Abend versinkt die Sonne hinter den schroffen Basaltkämmen und taucht die Felswände in tiefes Rot.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das fruchtbare Tal von Tasarte diente bereits den indigenen Canarios als geschützter Siedlungsplatz mit ganzjährigen Wasserläufen. Nach der spanischen Eroberung im späten 15. Jahrhundert verteilten die Grundherren das Land an Bauernfamilien, die Terrassen für Getreide und Feigen anlegten. Im 20. Jahrhundert brachte die Einführung subtropischer Obstbäume wie Mango und Avocado neuen Wohlstand in das abgelegene Tal. Die Bewohner errichteten die Kapelle San Juan Bautista in Eigenregie als spirituelles Zentrum ihrer Gemeinschaft. Über Generationen sicherte die Fischerei an der Playa de Tasarte zusätzliche Nahrung für die Familien. Alljährlich im Juni feiert der Weiler sein Patronatsfest zu Ehren von Johannes dem Täufer mit Musik, Folklore und traditionellen Tänzen.