Stadtgefühl
So fühlt sich Puerto de Mogán an
In Puerto de Mogán verbindet sich die mondäne Eleganz weißer Jachten mit dem gemächlichen Rhythmus eines kanarischen Fischerdorfes. Bereits am frühen Morgen hallt das leise Tuckern der Fischerboote durch das Hafenbecken, während die Taue an den Masten klappern. Der Duft von blühendem Jasmin und frischem Kaffee liegt in den autofreien Gassen, die von blauen und gelben Fassaden gesäumt werden. Urlauber schlendern entspannt über die kleinen Brücken und fotografieren die üppig rankenden Bougainvilleen über ihren Köpfen. Am Nachmittag taucht die Sonne den Sandstrand und die Felsklippen in goldenes Licht. Abends kehrt an den Kaimauern eine friedliche, maritime Ruhe ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die geschützte Bucht von Mogán diente bereits den indigenen Canarios als Anlegeplatz und reicher Fischgrund vor der spanischen Eroberung. Über Jahrhunderte hinweg blieb der Ort ein abgelegenes Seemannsnest, das nur über schmale Maultierpfade oder den Seeweg mit der Außenwelt verbunden war. In den 1980er-Jahren entwarf der Künstler und Architekt Raphael Neville das Konzept für den Neubau des Hafens mit seinen charakteristischen Kanälen und Brücken. Dabei wurde streng darauf geachtet, keine Hochhäuser zu errichten und den kanarischen Baustil mit Holz- und Schmiedeeisenbalkonen zu bewahren. Das historische Fischerviertel am Steilhang erinnert bis heute an die bescheidenen Ursprünge der Siedlung. Alljährlich im Juli feiern die Fischer das Patronatsfest Virgen del Carmen mit einer farbenfrohen Schiffsprozession auf dem Meer.