Stadtgefühl
So fühlt sich Arguineguín an
In Arguineguín bestimmt das Rauschen der Dünung und das Klappern der Fischernetze das tägliche Geschehen. Bereits früh am Morgen herrscht an der Mole geschäftiges Treiben, wenn die Kutter ihren Fang anlanden. Einheimische treffen sich in den einfachen Hafenkneipen auf einen schnellen Kaffee und frischen Fisch. Hektischer Massentourismus fehlt in den schmalen Gassen des alten Viertels weitgehend. Am späten Nachmittag färbt sich der Himmel über dem Atlantik in warme Orangetöne, während Spaziergänger den Uferweg füllen. Abends kehrt rasch maritime Ruhe an den Kaimauern ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Gebiet um Arguineguín war bereits in vorspanischer Zeit eine bedeutende Küstensiedlung der indigenen Canarios. Nach der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert entwickelte sich der Naturhafen zu einem wichtigen Stützpunkt für Fischer und Küstenhändler. Über Jahrhunderte hinweg sicherte der Ertrag aus dem Meer das karge Überleben der Bewohner. Im 20. Jahrhundert entstand eine Zementfabrik, die den Ort vorübergehend industrialisierte, ohne die Fischereitradition zu verdrängen. Bis heute bildet die Schutzpatronin Carmen im Juli den Mittelpunkt einer farbenfrohen Schiffsprozession auf dem Meer. Die Kooperative der Küstenfischer bewahrt das maritime Erbe in moderner Form.