Stadtgefühl
So fühlt sich San Isidro an
In San Isidro herrscht die friedliche Gelassenheit einer gewachsenen kanarischen Bauerngemeinschaft. Morgens liegt der Duft von feuchter Erde und getrocknetem Heu über den Wegen, während Hähne in den Höfen krähen. Einheimische Bauern arbeiten mit stoischer Ruhe auf ihren Terrassenfeldern und pflegen die Trockensteinmauern. Der stetige Passatwind weht über die Hänge und sorgt für ein erfrischendes, klares Klima mit weiter Fernsicht. Massentourismus oder lauter Verkehr fehlen in den schmalen Gassen völlig. Am Abend taucht die untergehende Sonne die Terrassen und Felsen in ein warmes, rötliches Licht.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Gebiet von San Isidro diente bereits den altkanarischen Ureinwohnern der Königsstadt Gáldar als fruchtbares Ackerland für Gerste und Weizen. Nach der spanischen Eroberung Ende des 15. Jahrhunderts teilten die Eroberer die Hänge unter Kolonisten auf, die Terrassen anlegten. Im 17. Jahrhundert errichteten fromme Bauern die erste Kapelle zu Ehren des heiligen Isidor von Madrid, dem Schutzpatron der Landleute. Über Generationen sicherte der Anbau von Kartoffeln und Zwiebeln das Überleben der Familien an den Berghängen. Die Gemeinschaft bewahrte über Jahrhunderte traditionelle Bewässerungsrechte und pflegte die Steinmetzkunst. Alljährlich im Mai feiert das Dorf sein Patronatsfest mit einer traditionellen Romería, bei der festlich geschmückte Ochsenkarren durch die Straßen ziehen.