Stadtgefühl
So fühlt sich Astano an
Astano empfängt Besucher mit der erhabenen Stille und Würde eines geschichtsträchtigen Tessiner Patrizierdorfes. Hinter den dicken Mauern der barocken Palazzi spürt man die reiche Kultur vergangener Jahrhunderte. Schmiedeeiserne Balkone, verzierte Fensterbögen und alte Sonnenuhren schmücken die sonnenbeschienenen Fassaden. Das sanfte Rauschen der Kastanienwälder und das Zwitschern der Vögel prägen die friedliche Akustik. Auf den kleinen Plätzen begegnet man Einheimischen zu einem freundlichen Gruß im Dialekt. Der Duft von blühenden Glyzinien und Holzrauch liegt sanft in der sauberen Höhenluft. Fernab von städtischer Hektik scheint die Zeit hier einen geruhsamen Takt einzulegen. Am Abend taucht die untergehende Sonne das Dorf in warme Terrakottatöne.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Erste urkundliche Erwähnungen von Astano reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Seine Blütezeit erlebte das Dorf vom 16. bis zum 18. Jahrhundert durch die Baukünstler, Stuckateure und Architekten. Berühmte Familien wie die Barella oder De Gottardi schufen Meisterwerke in Italien, Deutschland und Russland und brachten ihren Wohlstand in die Heimat. Sie gründeten im 17. Jahrhundert eine renommierte Bauschule in Astano, um ihr Wissen an junge Generationen weiterzugeben. Die prachtvollen Palazzi und die monumentale Pfarrkirche spiegeln diese außergewöhnliche Epoche wider. Im 19. und 20. Jahrhundert erlangte die Region durch den Goldabbau in den Minen von Sessa vorübergehend neue Bedeutung. Heute pflegt Astano sein reiches architektonisches Erbe mit großer Sorgfalt unter Denkmalschutz.