Stadtgefühl
So fühlt sich Locarno an
Locarno empfängt Besucher mit einer gelassenen, heiteren Ferienstimmung unter südländischer Sonne. Die bunten Renaissance-Fassaden rund um die Piazza Grande strahlen Wärme und Gastfreundschaft aus. Palmen wiegen sich im Wind entlang der weiten Uferwege am See. In den Straßencafés wird der Espresso im Freien eingenommen, während Straßenmusiker für dezente Klänge sorgen. Die Altstadtgassen verströmen eine stille, fast verträumte Atmosphäre mit historischen Steinmauern und Reben. Am Hafenbecken herrscht reges Kommen und Gehen der weißen Passagierschiffe. Die Nähe zu den schneebedeckten Gipfeln im Hinterland bildet einen reizvollen Kontrast zum subtropischen Grün der Parks. Abends verwandelt sich das Zentrum in einen lebendigen Treffpunkt für Einheimische und Feriengäste.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Bereits in der Bronzezeit und während der Römerzeit war das Gebiet des heutigen Locarno besiedelt. Im Mittelalter stritten mailändische Adelsfamilien und lokale Feudalherren um die Vorherrschaft über diesen wichtigen Hafenplatz. Die Familie Visconti errichtete das mächtige Kastell, um die Handelswege über das Wasser und die Pässe zu kontrollieren. Im Jahr 1513 fiel der Ort unter die Herrschaft der zwölf eidgenössischen Orte. Eine historische Zäsur brachte die Vertreibung der reformierten Gemeinde im 16. Jahrhundert mit sich. Im Jahr 1925 erlangte die Stadt durch die Verträge von Locarno weltpolitische Bedeutung zur Sicherung des europäischen Friedens. Kulturell hat sich Locarno mit seinem 1946 gegründeten internationalen Filmfestival einen festen Platz im Festivalkalender erarbeitet. Italienische Traditionen und Schweizer Einflüsse prägen bis heute das kulturelle Selbstverständnis.