Stadtgefühl
So fühlt sich Brissago an
Brissago verströmt den unbeschwerten Zauber eines südlichen Ferienortes an der italienischen Grenze. Auf der Seepromenade wiegen sich hohe Hanfpalmen im warmen Sommerwind. Das Wasser des Lago Maggiore glitzert in tiefem Blau und spiegelt die bewaldeten Berge wider. In den Straßencafés vermischen sich das Klappern von Kaffeetassen und italienische Sprachmelodien. Der Duft von blühenden Jasminsträuchern und Zypressen liegt schwer und süß in der Luft. Schiffe legen mit leisem Motorengeräusch an den Holzstegen an und bringen Gäste zu den Inseln. An den Hängen über dem Ort herrscht eine tiefe, beschauliche Ruhe in den schmalen Steingassen. Am Abend verwandelt die untergehende Sonne das gegenüberliegende Ufer in warme Orangetöne. Es ist ein Ort des Lichts, der mediterranen Lebenslust und der Entspannung.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Funde belegen eine Besiedlung von Brissago bereits in der römischen Epoche als befestigter Grenzort. Im Mittelalter bildete die Gemeinde eine freie Republik mit eigenen Statuten und weitgehender Unabhängigkeit von feudalen Herren. Die Familie Beretta prägte die Hochrenaissance des Ortes mit dem Bau der monumentalen Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo. Eine faszinierende Wende erlebten die Brissago-Inseln im späten 19. Jahrhundert, als die Baronin Antoinette de Saint-Léger sie kaufte und in einen botanischen Märchengarten verwandelte. Seit 1847 prägt zudem die traditionsreiche Tabak- und Zigarrenproduktion das wirtschaftliche Leben der Gemeinde. Die berühmte Zigarre Toscano Brissago erlangte weltweite Bekanntheit. Heute pflegt die Gemeinde ihr reiches botanisches und architektonisches Erbe mit großem Stolz.