Stadtgefühl
So fühlt sich La Goleta an
In La Goleta bestimmt das gemächliche Tempo einer kanarischen Landgemeinde den ruhigen Tagesrhythmus. Morgens liegt der Duft von feuchter Erde und Bananenblättern über den Gassen, während Vögel in den Ficusbäumen singen. Einheimische treffen sich vor dem kleinen Dorfladen auf einen kurzen Plausch und erledigen ihre Besorgungen zu Fuß. Hektischer Durchgangsverkehr fehlt in den engen Straßen weitgehend, da die Hauptverkehrsadern am Ort vorbeiführen. Am Nachmittag bricht das Sonnenlicht durch die Blätter der Plantagen und taucht die weißen Fassaden in warmes Licht. Abends kehrt vollkommene ländliche Stille über dem Weiler ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Siedlung entstand im Gefolge der intensiven landwirtschaftlichen Kolonisation der fruchtbaren Böden rund um Arucas nach der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert. Ursprünglich stand der Anbau von Zuckerrohr im Vordergrund, das mit dem Wasser der Schluchten bewässert wurde. Im 19. Jahrhundert errichteten die Dorfbewohner die Kapelle zu Ehren der Virgen de la Candelaria und schufen so ihr eigenes kirchliches Zentrum. Mit dem Rückgang des Zuckermarktes setzte sich der großflächige Bananenanbau durch, der bis heute das wirtschaftliche Rückgrat der Parzellen bildet. Die Steinmetze des Ortes nutzten den berühmten bläulichen Basalt aus den Steinbrüchen von Arucas für Toreinfassungen und Mauern. Alljährlich im Februar feiert die Dorfgemeinschaft ihr traditionelles Patronatsfest mit Musikgruppen und festlichem Gottesdienst.