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Spanien · Kanaren (Gran Canaria)

Cazadores

Cazadores verzaubert im Hochland Gran Canarias als Tor zur Caldera de los Marteles mit Mandelblüten, traditionellen Steinhäusern und weiten Panoramablicken.

Willkommen in

Über Cazadores

Inmitten der mittleren Höhenlagen im östlichen Inselinneren Gran Canarias liegt der beschauliche Gebirgsweiler Cazadores auf rund eintausendzweihundert Metern Höhe. Die Siedlung schmiegt sich an die Hänge oberhalb der Stadt Telde und markiert den Übergang von den Kulturlandschaften zu den rauen Vulkanhöhen. Von den Terrassen des Dorfes öffnet sich ein weiter Panoramablick über die abfallenden Täler bis hinab zum blauen Band des Atlantiks. Traditionell ist der Ort für seine ausgedehnten Mandelbaumbestände und die kleinteilige Terrassenlandwirtschaft bekannt. Im Januar und Februar verwandelt die Mandelblüte die oft karge Gebirgslandschaft in ein zartes Meer aus weißen und rosa Blüten. Typische kanarische Steinhäuser mit dunklem Basaltmauerwerk und roten Ziegeldächern verleihen dem Weiler seinen rustikalen Charme. Durch die Nähe zur gewaltigen Caldera de los Marteles bildet Cazadores einen wichtigen Knotenpunkt für Bergwanderer und Radsportler. Die sauerstoffreiche, kühle Bergluft bietet ideale Bedingungen für alle, die alpine Einsamkeit fernab touristischer Zentren suchen. Reisende erleben hier die herzliche Gastfreundschaft traditioneller Berggasthäuser und ein unverfälschtes kanarisches Dorfleben.

Passt besonders zu
WandererRadsportlerRuhesuchende
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Das Lebensgefühl von Cazadores

Stadtgefühl

So fühlt sich Cazadores an

In Cazadores herrscht die tiefe Stille der alpinen Bergwelt, in der nur der Wind durch die Mandelbäume streicht. Radsportler in bunten Trikots legen an der Dorfgaststätte gerne eine kurze Rast ein, um ihre Trinkflaschen aufzufüllen. Aus der Küche des Gasthauses zieht zur Mittagszeit der herzhafte Duft von geschmortem Ziegenfleisch über die Straße. Gelegentlich ziehen dichte Passatwolken über den Grat und hüllen die Steinhäuser in feuchte, kühle Nebelschwaden. Einheimische Bauern pflegen mit stoischer Ruhe ihre kleinen Terrassenfelder an den Hängen. Am Abend kehrt vollkommene Abgeschiedenheit ein, während die Lichter der Küstenstädte tief unten funkeln.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Das Gebiet um Cazadores diente den Altkaraniern vor der europäischen Eroberung als Übergangszone zwischen Küste und Sommerweiden im Hochland. Nach der Unterwerfung der Insel im späten 15. Jahrhundert siedelten sich Hirten und Bauern an, die den harten Bedingungen trotzten. Der Name des Ortes erinnert an historische Jagden auf Wildtiere und verwildertes Vieh in den dichten Wäldern des Umlands. Über Generationen sicherte die mühsame Bewirtschaftung der Mandelterrassen und die Käseherstellung das karge Überleben. Im 20. Jahrhundert brachte der Ausbau der Passstraße GC-130 eine wichtige Verbindung zwischen Telde und den Zentralgipfeln. Bis heute pflegen die wenigen Bewohner traditionelle Bräuche und feiern alljährlich das Fest zu Ehren ihres Patrons San Francisco de Asís.

Highlights auf einen Blick

Aussichtspunkt

Mirador de Cazadores

Der Aussichtspunkt liegt an der Höhenstraße und gewährt ein weites Panorama über die östlichen Täler Gran Canarias bis zum Ozean. Eine befestigte Plattform mit steinernen Brüstungen lädt zu einer kurzen Pause während der Bergfahrt ein. Informationstafeln erläutern die geologische Struktur der umliegenden Vulkankämme.

Carretera GC-130, 35215 Cazadores

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Sakralbau

Ermita de San Francisco de Asís

Die kleine Dorfkapelle aus dem 20. Jahrhundert bildet das religiöse Herzstück der Dorfgemeinschaft von Cazadores. Ihre weiß gekalkte Fassade wird von einem schlichten Glockengiebel aus dunklem Tuffstein geschmückt. Vor dem Gotteshaus liegt ein kleiner gepflasterter Vorplatz mit Ruhebänken.

Calle San Francisco, 35215 Cazadores

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Geologisches Denkmal

Zugang zur Caldera de los Marteles

Der Weiler bildet das östliche Einstiegstor zu dem monumentalen vulkanischen Einsturzkrater auf über eintausendfünfhundert Metern Höhe. Auf dem fruchtbaren Grund des Kessels bauen Landwirte bis heute Getreide und Kartoffeln an. Historische Wanderpfade verbinden das Dorf direkt mit der Kraterkante.

Carretera GC-130, 35215 Cazadores

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Kulinarische Besonderheiten in Cazadores

Die Gebirgsküche von Cazadores ist rustikal, deftig und spendet Energie für anstrengende Touren im Hochland. Als Markenzeichen gelten traditionelle Gerichte vom Ziegenfleisch, das mit regionalen Kräutern und Weißwein langsam geschmort wird. Ebenso begehrt ist gebratenes Schweinefleisch in würziger Adobo-Marinade, gereicht mit kanarischen Runzelkartoffeln. Frischer Ziegen- und Schafskäse aus den umliegenden Weilern wird pur oder mit aromatischem Berghonig serviert. Zum Nachtisch genießt man traditionelles Mandelgebäck, das aus den Früchten der hiesigen Haine hergestellt wird.

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Von Telde an der Ostküste führt die kurvenreiche Landstraße GC-130 in rund dreißig Minuten kontinuierlich bergauf nach Cazadores. Die Straße ist durchgehend asphaltiert und gewährt während der Auffahrt weite Ausblicke über die Küstenebene. Busse der Linie 13 der Gesellschaft Global bedienen den Ort mehrmals wöchentlich ab Telde. Aufgrund der engen Kehren ist vorausschauendes Fahren und Rücksicht auf Radsportler ratsam. Für internationale Gäste bildet der Flughafen Gran Canaria mit dem IATA-Code LPA den idealen Ausgangspunkt, rund fünfundzwanzig Kilometer entfernt.

Unterwegs vor Ort

Der kleine Weiler lässt sich in wenigen Minuten vollständig zu Fuß durchqueren. Kinderwagen können auf der asphaltierten Hauptstraße und am Kapellenvorplatz genutzt werden, stoßen an den Naturwegen jedoch an Grenzen. Hunde können an der Leine auf allen Wegen mitgeführt werden und finden an den Ortsrändern sofort Anschluss an Wanderpfade. Für Fahrten zur Caldera de los Marteles oder zu den Gipfeln des Pico de las Nieves ist ein eigenes Fahrzeug unerlässlich.

Beste Reisezeit

Besonders reizvoll sind die Monate Januar und Februar, wenn die Mandelbäume an den Hängen in voller Blüte stehen. Von Mai bis Oktober herrschen sonnige und trockene Bedingungen für Wanderungen und Rennradtouren im Gebirge. Im Hochsommer bleibt es in der Höhenlage von über tausend Metern spürbar kühler als an der heißen Küste. In den Wintermonaten von Dezember bis März können die Temperaturen nachts stark absinken, was warme Kleidung erfordert.

Orientierung vor Ort

Bereiche und Stadtteile

Der Weiler Cazadores schmiegt sich an eine sanfte Hangfalte entlang der Passstraße GC-130. Die wenigen Häuser und Gaststätten verteilen sich entlang der Durchgangsstraße und kleiner Nebenpfade. Oberhalb des Dorfes beginnen die weiten Schutzgebiete der zentralen Vulkanmassive, während nach unten terrassierte Hänge dominieren.

Zentrum

Dorfkern Cazadores

Die Siedlung konzentriert sich rund um die Kapelle San Francisco de Asís und die traditionelle Dorfgaststätte. Steinhäuser mit Ziegeldächern und kleinen Vorgärten prägen das ruhige Bild. Zu Fuß lässt sich der gesamte Weiler in wenigen Gehminuten durchqueren.

Calle San Francisco, 35215 Cazadores

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Draußen unterwegs

Natur und Outdoor

Kulturlandschaft

Mandelbaumhänge von Cazadores

Die steilen Hänge sind mit alten Natursteinmauern terrassiert, auf denen knorrige Mandelbäume wachsen. Schmale Trampelpfade erlauben Spaziergänge mit angeleinten Hunden unter den ausladenden Baumkronen. Für Kinderwagen ist der steinige und unebene Untergrund gänzlich ungeeignet.

Traditionelle Trockenstein-Terrassen mit Mandelbäumen

Camino de las Cumbres, 35215 Cazadores

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Aktiv reisen

Sport und Bewegung

Cazadores dient als hervorragender Ausgangspunkt für anspruchsvolle Bergsportarten im Freien. Wanderwege steigen vom Dorf über steile Felsgrate hinauf in die Kiefernwälder der Inselspitze. Rennradfahrer schätzen die Passstraße GC-130 wegen ihrer kontinuierlichen Steigung und des erstklassigen Asphaltbelags für schweißtreibende Höhenmeter. Mountainbiker finden auf den Schotterpisten rund um den Vulkankrater Marteles abwechslungsreiche Rundstrecken. Wintersportanlagen, Schwimmbäder oder Sporthallen existieren in dem abgelegenen Hochlandweiler naturgemäß nicht.

Straßenradsport

Bergradstrecke Pass GC-130

Die anspruchsvolle Gebirgsstraße führt von den Küstenebenen hinauf auf über eintausendzweihundert Meter Höhe. Rennradfahrer bewältigen steile Kehren bei kühler Gebirgsluft und weiten Panoramen. Wegen des Gefälles und fehlender Radwege ist die Route für Kinder ungeeignet.

Gebirgspass mit steilem Höhenprofil

Carretera GC-130, 35215 Cazadores

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Bummeln & entdecken

Shopping

Dorfladen

Venta Rural Cazadores

Der kleine Laden bietet regionale Produkte wie Ziegenkäselaibe, kanarische Mandeln und getrocknete Kräuter an. Wanderer und Radfahrer decken sich hier mit frischem Brot und Wasser für ihre Touren ein. Angeleinte Hunde dürfen den ebenen Verkaufsraum betreten.

Handgeknackte Mandeln und Ziegenkäse

Calle Principal s/n, 35215 Cazadores

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Ausflüge

Tagesausflüge ab Cazadores

Kulturstadt

Telde

Die zweitgrößte Stadt der Insel beeindruckt mit ihren historischen Kolonialvierteln San Juan und San Francisco. Schmale Kopfsteingassen, geschnitzte Holzbalkone und die Basilika prägen das städtische Erbe. Schattige Stadtparks laden zum Ausruhen ein.

Rund 16 Kilometer östlich über die GC-130

Plaza de San Juan, 35200 Telde

Traditionsdorf

Valsequillo de Gran Canaria

Die Gemeinde im grünen Tal ist berühmt für ihren Erdbeeranbau und prämierte Käsereien. Historische Bürgerhäuser und die Pfarrkirche San Miguel bilden ein malerisches Zentrum. Wanderwege führen von dort in die grünen Schluchten des Umlands.

Rund 12 Kilometer nördlich über kurvenreiche Landstraßen

Plaza de San Miguel, 35217 Valsequillo de Gran Canaria

Mit Kindern reisen

Familienangebote in Cazadores

Familien mit Babys und Kleinkindern finden auf dem kleinen Vorplatz der Kapelle San Francisco eine ebene, ruhige Rastmöglichkeit abseits des Straßenverkehrs. Ältere Kinder haben bei sonnigem Wetter großen Spaß daran, herabgefallene Mandeln auf den Wegen zu sammeln und die weite Aussicht bis zum Meer zu bewundern. Für Jugendliche bieten Mountainbike-Ausflüge auf den Forstwegen oberhalb des Ortes eine spannende sportliche Betätigung. Sollte kühler Nebel oder Nieselregen aufziehen, bietet die traditionelle Dorfgaststätte eine wärmende, überdachte Einkehr in Innenräumen.

Aussichtspunkt

Aussichtsplattform Mirador de Cazadores

Die befestigte Plattform ist direkt von den Parkbuchten an der Straße aus erreichbar und bietet Platz für Kinderwagen. Feste Mauern sichern den Aussichtsbereich zuverlässig zum Abhang hin ab. Angeleinte Hunde können auf dem Aussichtsbereich problemlos mitgeführt werden.

Leicht zugänglicher Aussichtsbalkon

Carretera GC-130, 35215 Cazadores

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Barrierefrei unterwegs

Barrierefreiheit in Cazadores

Cazadores liegt in einer steilen Gebirgslage, wodurch die Barrierefreiheit abseits der Durchgangsstraße eingeschränkt ist. Der Vorplatz der Dorfkapelle sowie die Aussichtsplattform an der Straße sind jedoch eben gepflastert und für Rollstühle passierbar. Zu den Wanderwegen und den Mandelterrassen führen ausschließlich steile, geröllige Naturpfade. Spezielle taktile Blindenleitsysteme existieren in dem abgelegenen Bergweiler nicht.

Dorfplatz

Vorplatz der Ermita de San Francisco

Der kleine Platz vor dem Gotteshaus ist schwellenlos von der Straße aus befahrbar und bietet ebenen Natursteinbelag. Bänke laden Personen mit eingeschränkter Mobilität zum Verweilen im Schatten ein. Ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Ebener Pflasterplatz

Calle San Francisco, 35215 Cazadores

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Reiseideen

Vorgeschlagene Routen

halber Tag

Mandelblüte und Panoramablicke

Die Tour beginnt am Vormittag an der kleinen Dorfkapelle Ermita de San Francisco de Asís im Zentrum von Cazadores. Nach einer kurzen Besichtigung führt der Weg auf schmalen Pfaden durch die umliegenden Terrassenfelder mit knorrigen Mandelbäumen. Im Frühjahr wandert man unter einem zarten Dach aus rosa Blüten und genießt den weiten Blick bis zum Meer. Anschließend geht es zum Mirador de Cazadores für ein beeindruckendes Erinnerungsfoto an der Panoramabrüstung. Zur Mittagszeit lädt die traditionelle Dorfgaststätte zu deftigem Ziegenfleisch mit Runzelkartoffeln ein. Der Ausflug endet mit einem Kaffee auf der Terrasse der Gaststätte.

halber Tag

Aufstieg zum Vulkankrater Marteles

Am frühen Morgen startet die Wanderung an der Passstraße GC-130 oberhalb von Cazadores mit festem Wanderschuhwerk. Auf historischen Saumpfaden geht es stetig bergauf durch karge Basaltlandschaften und vorbei an vereinzelten Kiefern. Nach rund anderthalb Stunden Gehzeit erreicht man den gewaltigen Kraterrand der Caldera de los Marteles. Von dort eröffnet sich ein spektakulärer Tiefblick auf den landwirtschaftlich genutzten Kesselboden. Nach einer Rast im Schatten der Kiefern führt derselbe Weg wieder hinab in den Weiler. In der Venta Rural probiert man zum Abschluss frisch geknackte Mandeln.

1 Tag

Vom Gebirge in die Kolonialstadt

Der Tag beginnt am Vormittag mit einem Rundgang durch die Mandelterrassen von Cazadores und der Besichtigung der Dorfkapelle. Nach einem kurzen Halt am Aussichtspunkt führt die Fahrt über die Panoramastraße GC-130 hinab in die historische Stadt Telde. Dort schließt sich ein Spaziergang durch die denkmalgeschützten Kolonialgassen des Viertels San Francisco an. Zum Mittagessen lockt ein Restaurant an der Plaza de San Juan mit kanarischen Spezialitäten. Am Nachmittag bleibt Zeit für den Besuch der gotischen Basilika und des Stadtmuseums. Der Tag klingt mit einem Kaffee unter den Lorbeerbäumen der Stadt aus.

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