Stadtgefühl
So fühlt sich Cazadores an
In Cazadores herrscht die tiefe Stille der alpinen Bergwelt, in der nur der Wind durch die Mandelbäume streicht. Radsportler in bunten Trikots legen an der Dorfgaststätte gerne eine kurze Rast ein, um ihre Trinkflaschen aufzufüllen. Aus der Küche des Gasthauses zieht zur Mittagszeit der herzhafte Duft von geschmortem Ziegenfleisch über die Straße. Gelegentlich ziehen dichte Passatwolken über den Grat und hüllen die Steinhäuser in feuchte, kühle Nebelschwaden. Einheimische Bauern pflegen mit stoischer Ruhe ihre kleinen Terrassenfelder an den Hängen. Am Abend kehrt vollkommene Abgeschiedenheit ein, während die Lichter der Küstenstädte tief unten funkeln.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Gebiet um Cazadores diente den Altkaraniern vor der europäischen Eroberung als Übergangszone zwischen Küste und Sommerweiden im Hochland. Nach der Unterwerfung der Insel im späten 15. Jahrhundert siedelten sich Hirten und Bauern an, die den harten Bedingungen trotzten. Der Name des Ortes erinnert an historische Jagden auf Wildtiere und verwildertes Vieh in den dichten Wäldern des Umlands. Über Generationen sicherte die mühsame Bewirtschaftung der Mandelterrassen und die Käseherstellung das karge Überleben. Im 20. Jahrhundert brachte der Ausbau der Passstraße GC-130 eine wichtige Verbindung zwischen Telde und den Zentralgipfeln. Bis heute pflegen die wenigen Bewohner traditionelle Bräuche und feiern alljährlich das Fest zu Ehren ihres Patrons San Francisco de Asís.