Stadtgefühl
So fühlt sich Sardina del Norte an
In Sardina del Norte herrscht eine gelassene maritime Ruhe, die vom sanften Plätschern der Wellen an der Mole bestimmt wird. Taucher in schwarzen Neoprenanzügen bereiten an der Kaimauer im ruhigen Gleichmaß ihre Ausrüstung vor und gleiten ins Wasser. Aus den Küchen der Strandlokale weht der köstliche Duft von frisch gebratenen Sardinen und Knoblauch über die Promenade. Einheimische sitzen auf den schattigen Bänken der Kaimauer und beobachten die Fischerboote beim Auslaufen. Das geschützte Buchtbecken vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit an der sonst rauen Nordküste. Am Abend versinkt die Sonne als glühender Feuerball im Atlantik und taucht die Basaltfelsen in spektakuläres Licht.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die geschützte Bucht von Sardina diente bereits den indigenen Canarios der alten Königsstadt Gáldar als wichtiger Fischereihafen und Zugang zum Meer. Nach der spanischen Eroberung im späten 15. Jahrhundert bauten die neuen Siedler den Hafen zu einem Umschlagplatz für Agrargüter und Salzfisch aus. Der historische Leuchtturm an der Punta de Sardina sicherte ab dem späten 19. Jahrhundert die gefährliche Passage von Handelsschiffen entlang der Klippen. Die Bewohner lebten über Jahrhunderte fast ausschließlich vom Fang der Sardinenschwärme, die dem Ort seinen Namen gaben. Mit dem Aufkommen des Tauchsports wandelte sich das Dorf zu einem Mekka für Meeresbiologen und Unterwasserfotografen. Alljährlich im September feiert der Ort sein traditionelles Patronatsfest zu Ehren der Virgen del Carmen mit Musik und maritimem Schmuck.