Stadtgefühl
So fühlt sich Tafira Baja an
In Tafira Baja verbindet sich der gemächliche Rhythmus eines kanarischen Dorfes mit der lebendigen Energie des Universitätscampus. Morgens eilen Studenten über die schattigen Alleen, während aus den Cafés an der Hauptstraße der Duft von geröstetem Kaffee strömt. Im Tal des Botanischen Gartens herrscht eine tiefe, fast meditative Stille, untermalt vom Plätschern der Kaskaden und dem Rufen der Singvögel. Das dichte Grün der Palmen und Laubbäume dämpft jeden fernen Verkehrslärm zuverlässig ab. Am Nachmittag sitzen Anwohner auf den Bänken vor der Kirche und genießen die milde Bergluft. Wenn die Dämmerung einsetzt, kehrt eine friedliche Ruhe über den Hängen der Schlucht ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Gebiet von Tafira Baja war bereits vor der spanischen Eroberung ein bedeutender Knotenpunkt für die indigenen Canarios, die die Wasserquellen des Barranco de Guiniguada nutzten. Im 16. Jahrhundert errichteten Kolonisten hier Mühlen und Landgüter zur Versorgung der nahen Hauptstadt Las Palmas. Die Pfarrkirche Nuestra Señora del Buen Suceso entstand als geistliches Zentrum für die wachsende Gemeinschaft von Landarbeitern. Einen weltweiten Bekanntheitsschub erlebte der Ort ab 1952 durch die Gründung des Jardín Botánico Viera y Clavijo durch den schwedischen Botaniker Eric Ragnor Sventenius. In den 1980er-Jahren etablierte sich der moderne Universitätscampus und prägte die Siedlung als intellektuelles Zentrum der Insel. Alljährlich im August feiert das Dorf sein Patronatsfest mit Musik, Volkstanz und traditionellen Umzügen.