Stadtgefühl
So fühlt sich Tafira Alta an
In Tafira Alta bestimmt die vornehme Gelassenheit einer historischen Sommerfrische das ruhige Tagesgeschehen. Hinter den hohen Mauern der Kolonialvillen rauschen alte Zypressen und Eukalyptusbäume leise im Passatwind. Der Duft von feuchter Gartenerde und blühenden Bougainvilleen liegt beständig in der frischen Höhenluft. Gelegentlich rollen Oldtimer oder Rennradfahrer über das Asphaltband der Hauptstraße und unterstreichen das kultivierte Ambiente. Hektischer Massentourismus fehlt in den grünen Alleen vollständig. Am Abend taucht die untergehende Sonne die Fassaden in warmes Ockergelb, während die Lichter der fernen Hauptstadt im Tal zu funkeln beginnen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung von Tafira Alta begann nach der spanischen Eroberung Ende des 15. Jahrhunderts, als Siedler das fruchtbare Land für Weinbau und Ackerbau nutzten. Im 19. Jahrhundert entdeckten britische Residenten und wohlhabende kanarische Kaufleute die Vorzüge des milden Höhenklimas gegenüber der heißen Küste. Es entstanden repräsentative Landsitze im viktorianischen und neokanarischen Kolonialstil, die von weitläufigen Ziergärten umgeben waren. Die Gemeinde entwickelte sich zu einem diplomatischen und kulturellen Treffpunkt mit exklusiven Kurhotels und Tennisclubs. Der Weinbau auf den dunklen Ascheböden des Monte Lentiscal sicherte über Epochen hinweg den Wohlstand der Grundbesitzer. Bis heute pflegen die Bewohner ihr architektonisches Erbe und feiern im April das Patronatsfest zu Ehren des heiligen Franz von Paola mit traditioneller Musik.