Stadtgefühl
So fühlt sich Temisas an
In Temisas herrscht die friedliche, fast zeitlose Stille eines perfekt bewahrten Bergnestes über der Küstenebene. Der Duft von warmem Olivenöl, wildem Rosmarin und trockenem Holz liegt sanft über den weiß getünchten Gassen. Spaziergänger schlendern im gemächlichen Rhythmus über das Kopfsteinpflaster und bewundern die gepflegten Vorgärten. Von den Terrassen aus schweift der Blick über die tiefen Täler bis zum glitzernden Band des fernen Atlantiks. Hektischer Massentourismus oder Verkehrslärm fehlen im geschützten Ortskern völlig. Am Abend taucht die untergehende Sonne die Steinhäuser und Olivenbäume in ein warmes, goldenes Licht.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Gebiet von Temisas war bereits in vorspanischer Zeit wegen seiner geschützten Sonnenhänge von den indigenen Canarios besiedelt. Nach der spanischen Eroberung Ende des 15. Jahrhunderts bauten die Siedler das Land zu terrassierten Oliven- und Mandelgärten aus. Im 18. Jahrhundert errichteten die Bewohner die Pfarrkirche San Miguel Arcángel als religiösen und gesellschaftlichen Mittelpunkt. Der Anbau von Oliven und die Gewinnung von nativem Öl wurden über Jahrhunderte zur wirtschaftlichen Lebensgrundlage der Bergbauern. Um den einzigartigen architektonischen Charakter zu bewahren, wurde das Dorf unter Denkmalschutz gestellt. Alljährlich im Frühjahr feiert die Gemeinde das traditionelle Olivenfest mit Kulturprogrammen und Verkostungen.