Stadtgefühl
So fühlt sich Calanka an
Calanka strahlt eine archaische Ruhe und tiefe Verbundenheit mit der ungezähmten Gebirgsnatur aus. Das laute Tosen der Calancasca und das Rauschen des Bergwindes in den Kastanienkronen bestimmen die Geräuschkulisse des Tals. In den autofreien Weilern auf den Höhen scheint die Zeit seit Generationen stillzustehen. Die italienischsprachigen Bewohner begegnen Gästen mit zurückhaltender, aber herzlicher Gastfreundschaft. Wenn abends die Dunkelheit über die steilen Hänge fällt, umhüllt eine vollkommene, fast meditative Stille das gesamte Tal.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Calancatal war bereits in der Bronze- und Eisenzeit besiedelt, wie Funde bei Castaneda am Taleingang eindrucksvoll belegen. Im Mittelalter gehörte das Tal zur Herrschaft der Freiherren von Sax-Misox und trat 1496 dem Grauen Bund bei. Die Bewohner lebten über Jahrhunderte von karger Alpwirtschaft, Holzwirtschaft und der saisonalen Auswanderung als Glaser und Bauleute in ganz Europa. Der Abbau des Calanca-Gneises im 20. Jahrhundert brachte modernen Wohlstand, ohne das traditionelle Ortsbild zu zerstören. Bis heute pflegt die Talschaft ihr reiches italienischbündnerisches Kulturgut und ihre architektonischen Denkmäler.