Stadtgefühl
So fühlt sich Val Müstair an
Das Val Müstair verzaubert durch die erhabene, sonnendurchflutete und andächtige Atmosphäre eines geschichtsträchtigen Alpentals an der Alpensüdseite. Das einheitliche Bild der Sgraffitohäuser und der Duft von frischem Zirbenholz prägen die Sinne. Auf den Dorfplätzen sprechen die Bewohner das melodische Jauer (rätoromanischer Dialekt) in herzlicher Nachbarschaftlichkeit. Das Rauschen des naturbelassenen Rambachs und das milde Licht verleihen dem Tal ein Gefühl von Ruhe und Zeitlosigkeit. Abends legt sich eine vollkommene Stille über die Klostermauern unter dem klaren Sternenhimmel.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Gründung des Klosters St. Johann um das Jahr 775 durch Karl den Großen markiert den Beginn der europäischen Kulturgeschichte des Tals. Das Kloster fungierte über Jahrhunderte als religiöses und administratives Zentrum an der wichtigen Passroute über den Ofenpass und den Umbrail. Die Freskenzyklen der Karolingerzeit überstanden die Jahrhunderte unversehrt und führten 1983 zur Ernennung des Klosters zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Tal wahrte seine Eigenständigkeit und schloss sich früh dem Gotteshausbund an. Bis heute bildet das Val Müstair ein stolzes Zentrum der rätoromanischen Kultur und der biologischen Landwirtschaft.