Stadtgefühl
So fühlt sich Brusio an
Brusio empfängt Besucher mit der warmen, heiteren Atmosphäre eines sonnigen Alpensüdtals, in dem das italienische Lebensgefühl spürbar wird. Auf den Plätzen und in den Straßencafés dominiert das Italienische in seiner regionalen Puschlaver Ausprägung. Das regelmäßige Tuten der roten Berninazüge und das Rauschen des Poschiavino bilden die charakteristische Klangkulisse des Ortes. Zwischen Rebhängen und Kastanienbäumen herrscht eine gelassene, entschleunigte Stimmung. Abends füllen sich die Gaststuben mit Einheimischen und Gästen bei Wein und frisch zubereiteten Pizzoccheri.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das untere Val Poschiavo war bereits in römischer Zeit ein wichtiger Durchgangsraum für den Warentransport zwischen Veltlin und Engadin. Die erste urkundliche Erwähnung von Brusio stammt aus dem 12. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Kirche San Romerio. Über Jahrhunderte gehörte die Gemeinde zum Bistum Como, schloss sich jedoch 1408 dem Gotteshausbund an, um ihre Selbstverwaltung zu sichern. Einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte im 19. Jahrhundert der Anbau und die Weiterverarbeitung von Tabak sowie der Saumhandel. Der Bau der Berninabahn im Jahr 1908 mit dem kühnen Kreisviadukt verankerte Brusio fest in der internationalen Eisenbahngeschichte.