Stadtgefühl
So fühlt sich Bregaglia an
Bregaglia verzaubert durch eine unverwechselbare Atmosphäre, die alpine Erhabenheit mit italienischer Leichtigkeit und Grandezza verbindet. In den engen Steingassen der Dörfer duftet es im Herbst nach gerösteten Kastanien und Holzfeuer. Die italienische Sprache (Bregagliot) und die offenen Dorfplätze verleihen dem Tal einen südländischen Charme mitten im Gebirge. Die steil in den Himmel ragenden Granitwände schaffen zugleich ein Gefühl alpiner Ehrfurcht. Abends kehrt auf den Terrassen der historischen Palazzi eine kultivierte, friedliche Ruhe ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Das Bergell blickt auf eine zweitausendjährige Geschichte als wichtiger Alpenübergang über den Septimer- und Malojapass zurück. Im Mittelalter stand das Tal unter der Kontrolle der Bischöfe von Chur, erlangte jedoch durch den Gotteshausbund früh weitgehende Autonomie. Viele Talbewohner wanderten in der Neuzeit als Zuckerbäcker und Kaffeehausbetreiber in europäische Metropolen aus und kehrten als wohlhabende Bürger zurück, was den Bau prächtiger Palazzi ermöglichte. Im 20. Jahrhundert wurde das Tal durch die Familie Giacometti, allen voran der Bildhauer Alberto Giacometti, zu einem weltbekannten Bezugspunkt moderner Kunst. Bis heute pflegt die Talschaft ihr reiches romanisch-italienisches Kulturerbe.