Stadtgefühl
So fühlt sich Bergün Filisur an
Bergün Filisur versprüht den nostalgischen Charme eines lebendigen Bündner Bahndorfes, in dem die Eisenbahngeschichte allgegenwärtig ist. Das rhythmische Stampfen und Pfeifen historischer Züge mischt sich harmonisch mit dem Rauschen der Gebirgsbäche. In den Gassen spürt man den Stolz der Bewohner auf ihre jahrhundertealten Engadiner Bürgerhäuser und das intakte Brauchtum. Im Winter herrscht durch die Schlittler eine fröhliche, ausgelassene Stimmung im Ortszentrum. Am Abend kehrt eine gemütliche, traditionsreiche Ruhe in den historischen Stuben der Gasthöfe ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung des Albulatals geht auf frühmittelalterliche rätoromanische Bauern zurück, die den Verkehr über den Albulapass kontrollierten. Der wuchtige Römerturm im Herzen von Bergün diente im 13. Jahrhundert als Wehrturm und Zeichen lokaler Eigenständigkeit. Eine historische Zeitenwende brachte der Bau der Albulabahn zwischen 1898 und 1903, der Bergün über Nacht aus der winterlichen Isolation befreite. Die Meisterleistung der Ingenieure mit ihren verschlungenen Kehrtunnels und kühnen Viadukten wurde 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die rätoromanische Sprache und die traditionellen Sgraffito-Verzierungen prägen bis heute die kulturelle Identität der Gemeinde.