Stadtgefühl
So fühlt sich Bondo an
Bondo verzaubert durch eine vornehme, sonnendurchflutete und zugleich andächtige Atmosphäre eines denkmalgeschützten Bergeller Patrizierdorfes. Das geschlossene Bild der grauen Natursteinhäuser und der Duft von gerösteten Kastanien im Herbst prägen die Sinne. In den Gassen sprechen die Bewohner das melodische Italienisch (Bregagliot) in herzlicher Nachbarschaftlichkeit. Die gewaltigen Granitwände des Piz Cengalo flößen Respekt vor den alpinen Urkräften ein. Abends legt sich eine friedliche Stille über die barocken Gärten unter dem klaren Sternenhimmel.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Erste urkundliche Erwähnungen von Bondo reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück. Im Mittelalter fungierte der Ort als wichtige Suststation an der historischen Handelsroute über den Septimer- und Malojapass. Im 16. und 18. Jahrhundert erlangte das Dorf durch die einflussreiche Bündner Adelsfamilie von Salis großen Reichtum, der sich im Bau des monumentalen Palazzo Salis niederschlug. Die Auswanderung von Zuckerbäckern nach Italien und England brachte zusätzlichen Wohlstand ins Tal. Nach den gewaltigen Bergstürzen am Piz Cengalo ab 2017 setzte die Gemeinde wegweisende Schutzprojekte um, die den historischen Dorfkern sichern.