Stadtgefühl
So fühlt sich Juf an
Juf strahlt die unverfälschte, archaische Ruhe und die erhabene Einsamkeit der höchsten Dauersiedlung Europas aus. Oberhalb der Waldgrenze öffnet sich der Himmel weit über den sonnengebräunten Holzhäusern des Weilers. Das laute Pfeifen der Murmeltiere und das Rauschen des jungen Averser Rheins bilden die natürliche Klangkulisse. In den wenigen Häusern begegnen sich Einheimische und Weitwanderer mit tiefer, unaufgeregter Herzlichkeit. Abends versinkt das Hochtal in einer vollkommenen, fast meditativen Stille unter dem funkelnden Sternenhimmel.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Um das Jahr 1290 wanderten deutschsprachige Walser aus dem Pomatt über die Pässe ins Hochtal ein und gründeten die Dauersiedlung Juf in extremer Höhenlage. Die Bergbauern entwickelten ein ausgefeiltes System der alpinen Weidewirtschaft, um die strengen, mehrmonatigen Winter zu überstehen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Ort im Winter oft wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten, bevor die Straße ganzjährig geräumt wurde. Die charakteristische Walser Mundart und die Blockbauweise haben sich bis heute in bemerkenswerter Reinheit erhalten.