Stadtgefühl
So fühlt sich Conters im Prättigau an
Conters strahlt die unverfälschte, tiefe Ruhe eines traditionsbewussten Walser Bergdorfes aus. Hoch über dem Talboden scheint das geschäftige Treiben der Talstraße vollkommen vergessen. Das leise Plätschern der Holzbrunnen und das Geläut der Weidekuhglocken bilden den beruhigenden Grundton des Ortes. Die wenigen Einheimischen begegnen Besuchern mit offener, herzlicher Freundlichkeit. Wenn abends die Sonne die Rätikonwände in warmes Licht taucht, legt sich eine fast meditative Stille über das gesamte Hochplateau.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Im 14. Jahrhundert wanderten deutschsprachige Walser aus dem Raum Davos über die Höhenzüge ins mittlere Prättigau ein und gründeten die Siedlung Conters. Die Bergbauern rodeten die dichten Bergwälder und errichteten ihre charakteristischen Blockholzhäuser in Einzellage und kleinen Gruppen. Um 1500 schloss sich das Dorf der Reformation an, wodurch die spätgotische Kirche zum reformierten Gotteshaus wurde. Über Jahrhunderte bildete der Durannapass eine wichtige Handelsroute für Vieh und Schmalz ins Schanfigg. Die walserische Mundart und das traditionelle Brauchtum haben sich bis heute lebendig erhalten.