Stadtgefühl
So fühlt sich Avers an
Das Lebensgefühl im Avers ist geprägt von unendlicher Weite, Stille und der unvermittelten Kraft der hochalpinen Natur. Oberhalb der Waldgrenze öffnet sich der Himmel weit über den sonnengebräunten Holzhäusern der Weiler. Die wenigen Einheimischen begegnen Gästen mit unaufgeregter Herzlichkeit und tief verwurzelter Gelassenheit. Hektik und Verkehrslärm existieren in diesem Tal praktisch nicht. Wenn abends die Sonne hinter den Berggipfeln versinkt, hüllt eine fast meditative Stille die gesamte Talschaft ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Im späten 13. Jahrhundert wanderten deutschsprachige Walser über die Pässe aus dem Pomatt ins Hochtal ein und machten das unwirtliche Land urbar. Die Talschaft bildete eine freie Gerichtsgemeinde und schloss sich 1498 dem Grauen Bund an, um ihre Unabhängigkeit zu wahren. Durch die extreme Höhenlage mussten die Bewohner ein ausgefeiltes System der alpinen Weidewirtschaft entwickeln, um die langen Winter zu überstehen. Die charakteristische Walser-Mundart hat sich im Avers bis heute in bemerkenswerter Reinheit erhalten. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war das Tal im Winter oft wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten.