Stadtgefühl
So fühlt sich Rongellen an
Rongellen empfängt Besucher mit der dramatischen, ehrfurchtgebietenden und zugleich stillen Atmosphäre einer alpinen Felsklause. Das dumpfe Dröhnen des tosenden Hinterrheins in der Schlucht bildet die allgegenwärtige Naturkulisse. Oben im Weiler herrscht dagegen eine friedliche, fast andächtige Ruhe auf den sonnigen Terrassen. Die monumentalen Felswände flößen Respekt vor den Naturgewalten ein. Abends legt sich eine tiefe Stille über das Schluchtmassiv, während die Felsgrate im letzten Licht leuchten.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Erste Saumpfade durch die Viamala wurden bereits in der Bronze- und Römerzeit angelegt, um den beschwerlichen Weg über den Splügenpass zu erschließen. Im Mittelalter galt der Weg durch das Felsentor als berüchtigter böser Weg (Veia mala), an dem viele Fuhrleute ihr Leben riskierten. Erst im Jahr 1473 bauten die Talgemeinden den Weg durch den Felsdurchbruch aus und errichteten die ersten Steinbrücken. Im 19. Jahrhundert schuf Ingenieur Richard La Nicca die kühne Kunststraße mit Galerien und Tunnels, die den modernen Tourismus begründete. Bis heute gilt das Bauwerk als Meisterleistung der Verkehrsgeschichte.